MOVER | Düsseldorf, 01.05.2021

 

(Miss-)Erfolgsfaktoren organisierter Verbraucherteilhabe 

MOVER | Düsseldorf, 01.05.2021

 

(Miss-)Erfolgsfaktoren organisierter Verbraucherteilhabe 

In dem neuen Verbundprojekt MOVER untersucht das Institut für Verbraucherwissenschaften ab Mai 2021 die (Miss-)Erfolgsfaktoren organisierter Verbraucherteilhabe. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für sowohl die Organisationen selbst, beratende Institutionen sowie die rahmenschaffende Verbraucher(-bildungs-)politik abzuleiten, auf deren Basis die Etablierung, Verstetigung und/oder Ausweitung der organisierten Verbraucherteilhabe weiter entwickelt werden kann. Das Projekt wird vom BMJV mit rund 200.000 Euro über 2 Jahre gefördert.

Info-Box

 

  • Projektart: Verbundprojekt
  • Laufzeit: 24 Monate (Mai 2021 bis April 2023)
  • Fördersumme: 200.000 Euro
  • Förderer: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
  • Projektträger: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Projektträger:

DAS PROJEKT

Hintergrund

Sei es in Vereinen, die im Kampf gegen die Verschwendung übriggebliebene Lebensmittel „retten“ und umverteilen. Sei es in selbstorgansierten Gemeinschaftsgärten in der Nachbarschaft, in denen Pflanzen für den eigenen Verzehr als Ausdruck der Konsumkritik angebaut werden. Sei es in Repair-Cafés und Upcycling-Initiativen, die sich als weitere Form einer konsumkritischen Praxis begreifen. Sei es in Vereinen in von Abwanderung betroffenen ländlichen Räumen, wo diese bereits heute vermehrt eine infrastrukturelle Ersatzfunktion übernehmen (müssen), um Versorgungslücken zu schließen. Oder seien es auch einzelne aktiv werdende Verbraucher*innen, die Produkte und Marken „buykottieren“ – Verbraucherteilhabe kennt viele Ausdrucksformen. Diesen gemein ist, dass die ausgeübten Tätigkeiten die mehr oder weniger aktive Partizipation der Verbraucher*innen an der Bedürfnisbefriedigung fördern und ihnen gleichweg Mitgestaltungswege über Konsumpraktiken eröffnen. Während all diese Ausdrucksformen für eine demokratische Gesellschaft konstituierend sind, so sind es insbesondere die erstgenannten Beispiele einer sich zunehmend organisierenden Verbraucherteilhabe, über welche Verbraucher*innen nicht nur zur eigenen Bedürfnisbefriedigung beitragen und Gesellschaft mitgestalten, sondern sich ebenso selbst über gemeinschaftliche Tätigkeiten in die Gesellschaft einbinden können.

Zielstellung

Diese organisierte Verbraucherteilhabe zeigt sich in sowohl formalen und nicht formalen, kleinen wie auch großen, lokalen wie auch (inter)nationalen Organisationrahmen. Und obgleich sie in Anbetracht der vielfältigen gegenwärtigen Beispiele zu prosperieren scheint, sind auch diese Organisationen in der Praxis häufig mit verschiedensten Herausforderungen konfrontiert, drohen zuweilen an diesen zu scheitern – oder sind es gar bereits. Doch welche Faktoren hemmen bzw. fördern den (Miss)Erfolg organisierter Verbraucherteilhabe? Wie können diese Organisationen sich selbst helfen? Wie können organisationsberatende Initiativen und die Politik bei der Etablierung, Verstetigung und/oder Ausweitung organisierter Verbraucherteilhabe unterstützen? Und was ist verbraucherwissenschaftlich bereits über die damit angesprochenen (Miss)Erfolgsfaktoren organisierter Verbraucherteilhabe theoretisch, empirisch und normativ bekannt?

Die Beantwortung dieser Fragen steht im Zentrum des Projektes MOVER. Zu diesem Zweck, sollen

 

  1. zunächst die verschiedenen Formen organisierter Verbrauchteilhabe erfasst und strukturiert sowie
  2. die Begriffe Erfolg und Misserfolg im Rahmen organisierter Verbraucherteilhabe definiert und operationalisiert werden,
  3. um (Miss)Erfolgsfaktoren organisierter Verbraucherteilhabe zu identifizieren,
  4. Schlüssel(miss)erfolgsfaktoren zu analysieren und
  5. jene (Miss)Erfolgsfaktoren als Lernanlass in der Verbraucherbildung zu reflektieren.

 

Ziel es ist, basierend auf der Identifikation und Analyse allgemeiner und typenspezifischer (Miss)Erfolgsfaktoren organisierter Verbraucherteilhabe, Handlungsempfehlungen für sowohl die Organisationen selbst, beratende Institutionen sowie die rahmenschaffende Verbraucher(bildungs)politik abzuleiten, auf deren Basis die Etablierung, Verstetigung und/oder Ausweitung der organisierten Verbraucherteilhabe weiter entwickelt werden kann.

 

Ansprechpartnerin

Frau Vita Zimmermann-Janssen

  • E-Mail: vita.zimmermann@verbraucherwissenschaften.de
  • Telefon: 0211/81 11302