SocialLab² | Düsseldorf, 28.04.2020

 

SocialLab²

Nutztierhaltung – Akzeptanz durch Innovation

SocialLab² | Düsseldorf, 28.04.2020

 

SocialLab²

Nutztierhaltung – Akzeptanz durch Innovation

In Deutschland und vielen anderen Ländern wird die landwirtschaftliche Nutztierhaltung seit Jahren zunehmend kritisiert. Fast wöchentlich wird in Presse und Medien über Missstände in der Nutztierhaltung berichtet. Immer weniger Menschen finden die Art und Weise, wie Nutztiere gehalten werden, akzeptabel. Doch obwohl Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend eine artgerechtere und tierfreundlichere Nutztierhaltung fordern, zeigt sich diese Forderung nicht in ihrem Kaufverhalten.

Das Ziel des Projektes SocialLab² ist es, einerseits zu erfassen, wie sowohl herkömmliche als auch neue, bessere Nutztierhaltungen in der Gesellschaft wahrgenommen und akzeptiert werden. Andererseits soll die Vermarktung von tierischen Produkten aus besserer Nutztierhaltung untersucht und neue, innovative Vermarktungsmaßnahmen erprobt werden. Die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen letztlich nicht nur zu Veränderungen im Kaufverhalten, sondern auch in der Landwirtschaft und im Handel beitragen.

Info-Box

 

  • Projektart: Verbundprojekt
  • Laufzeit: 36 Monate
  • Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Projektträger: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Projektträger:

DAS PROJEKT

SocialLab² ist ein Folgeprojekt des Projektes SocialLab – Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft und gliedert sich in insgesamt fünf Arbeitspakete. Dabei ist das Projektteam der Heinrich-​Heine-Universität Düsseldorf hauptverantwortlich für:

  1. Arbeitspaket 1: Monitoring der gesellschaftlichen Akzeptanz der Nutztierhaltung (insb. die Module SocialAcceptance-​Score (SAS), Labelling, Handel)
  2. Arbeitspaket 5: RealLabor – Systematische Entwicklung und prototypische Erprobung von innovativen Marktleistungen

Im Rahmen des Arbeitspakets 1: Monitoring ist es Ziel des Verbundprojektes SocialLab², einerseits zu erfassen, wie sowohl herkömmliche als auch neue, bessere Nutztierhaltungsformen in der Gesellschaft wahrgenommen und akzeptiert werden. Da das Vorgängerprojekt SocialLab u. a. gezeigt, dass Aussagen zu den Rahmenbedingungen, die tatsächlich einen Einfluss auf die Entwicklung der gesellschaftlichen Kritik und Akzeptanz der Nutztierhaltung haben, erst durch eine Längsschnittstudie möglich sein werden. Hierzu wird im Zuge von SocialLab² ein Prototyp für ein langfristiges Monitoring entwickelt, das es dem BMEL ermöglichen wird, Rückschlüsse auf die Akzeptanz und deren Entwicklung im Bereich der Nutztierhaltung innerhalb unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen zu ziehen.

Da viele Kaufentscheidungen erst am Kühlregal oder der Fleischtheke getroffen werden, sollen im Arbeitspaket 5: RealLabor verschiedene innovative Maßnahmen zur Vermarktung von tierischen Produkten aus besserer Nutztierhaltung auch direkt dort vor Ort im Supermarkt getestet werden. Die Vermarktungsmaßnahmen könnten dabei von kreativen Werbemaßnahmen über neue Formen der Regalgestaltung bis hin zu innovativen Verpackungsdesigns reichen. Ziel ist es letztlich, Vermarktungsmaßnahmen zu finden, die den Verkauf von tierischen Produkten aus besserer Nutztierhaltung auch tatsächlich erhöhen können.

 

Ansprechpartnerinnen (Projektkoordination SocialLab² | HHU)

Frau Nadine Gier

 

  • E-Mail: nadine.gier@hhu.de
  • Telefon: 0211/81 14655

Ansprechpartnerin

Frau Regina Mukhamedzyanova

 

  • E-Mail: regina.mukhamedzyanova@hhu.de
  • Telefon: 0211/81 10278

EINBINDUNG & AUFGABE DES IFV

Das Institut für Verbraucherwissenschaften (IfV) ist über die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in das Arbeitspaket 5: RealLabor eingebunden. Da Verbraucherinnen und Verbraucher durch ihr Kaufverhalten maßgeblich zu Veränderungen in der Nutztierhaltung beitragen können, ist ihr aktives Mitwirken bei der Gestaltung und Bewertung der zu testenden Vermarktungsmaßnahmen besonders wichtig. Verbraucherinnen und Verbraucher begleiten daher den gesamten Prozess von Beginn an im sogenannten Verbraucherbeirat.

Die Organisation und Koordination des Verbraucherbeirats übernimmt das Institut für Verbraucherwissenschaften. Die 10 Verbraucherbeirätinnen und Verbraucherbeiräte tagen innerhalb der 3-jährigen Projektlaufzeit in insgesamt fünf Sitzungen und diskutieren den aktuellen Projektzwischenstand. Zudem nehmen die Mitglieder des Verbraucherbeirats an Online-Kurzabstimmungen teil, wenn der Projektfortschritt eine schnelle Meinung des Verbraucherbeirats erfordert. Die Teilnahme wird mit insgesamt 500 Euro vergütet.

 

Der Aufruf zur Teilnahme im Verbraucherbeirat  ist bereits abgelaufen, kann jedoch bei Interesse weiterhin eingesehen werden.

 

Ansprechpartnerin (IfV)

Frau Vita Zimmermann-Janssen

 

  • E-Mail: vita.zimmermann@verbraucherwissenschaften.de
  • Telefon: 0211/81 11302